Seit einiger Zeit kursiert ein Gerät namens Microsoft Menlo im Internet. Dabei handelt es sich aber wohl nicht um einen Smartphone-Prototypen für den Allgemeingebrauch, sondern kommt viel mehr bei der Entwicklung neuer Navigationssoftware zum Einsatz.

Die Forschungsabteilung des Unternehmens, Microsoft Research, veröffentlichte kürzlich weitere Informationen: Microsoft Menlo kommt mit einem 4,1 Zoll Display daher, auf dem derzeit Windows Embedded CE 6.0 R2 läuft. Besondere Innovation sind die zwei installierten Elemente von Bosch. Bei ihnen handelt es sich um einen Drei-Achsen-Beschleunigungssensor und um ein Barometer, das Höhenunterschiede erkennen kann.

Sinn dieser Vorrichtungen ist die Erforschung eines neuartigen Navigationssystems für Fußgänger. Das Programm berechnet dabei die aktuellen Positionsdaten aus den Aktivitäten des Benutzers, und ermittelt so die Entfernung zu einem bestimmten Ausgangspunkt – kurz: es kann ein Fußweg aufgezeichnet und später Schritt für Schritt in umgekehrter Richtung nachvollzogen werden. Dieses Prinzip ermöglicht den Einsatz der Navigation innerhalb von Gebäuden oder erleichtert die Suche nach dem Auto im Parkhaus, was durch Signalstörungen mit GPS-Geräten bislang unmöglich gewesen ist.

Diese Meldung ist eine große Überraschung, denn noch vor wenigen Wochen wurde vermutet, Microsoft würde sich nach der Niederlage mit der Kin-Serie komplett aus der Smartphone-Herstellung zurückziehen und vollends auf das Kerngeschäft konzentrieren.

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