Die Verkaufszahlen des iPhones der Generation 3GS liegen in den Vereinigten Staaten von Amerika noch immer über den Referenzwerten neuwertiger Android-Produkte. Dies fand ein amerikanischer Analyst heraus. Eigentlich sollte die entsprechende Untersuchung nur aufdecken, dass das neue iPhone 4 das meistverkaufte Gerät bei den beiden großen amerikanischen Mobilfunkanbietern AT&T und Verizon Wireless ist, berichtet der Forscher. Diese Vermutung habe sich zwar bestätigt, doch habe er dabei außerdem entdeckt, dass auch die iPhones der Vorgängergeneration noch immer reißenden Absatz finden würden, der sogar die Verkaufszahlen der neuen Android-Smartphones übersteige.
Apples erfolgreiche Alt-Geräte-Strategie
Diese Untersuchung ist das logische Resultat der Taktik, die Apple bereits seit Jahren verfolgt. Neue Geräte aus dem Hause mit dem Apfel-Logo sind nur etwas für gut gefüllte Geldbeutel, deshalb hat die Firma einen Plan entwickelt, den Absatz für ältere Generationen beliebter Produkte hoch zu halten und zeitgleich weniger vermögende Kunden anzusprechen.
Deshalb produziert der US-Konzern nach der Markteinführung eines neuen Produkts (aktuell: iPhone 4 und iPad 2) ältere Generationen der Neuheiten (aktuell: iPhone 3GS und iPad 1) noch über einen gewissen Zeitraum weiter und gibt diese zu deutlich vergünstigten Konditionen an die Kunden ab. So ist beispielsweise das iPhone 3GS mittlerweile für unter 400 Euro im Neuzustand zu erwerben, während die jüngste Generation des Smartphones fast das Doppelte kostet.
Android ohne Wirkung auf Apple-Kunden
Diese Nachricht dürfte doppelt bitter für die Android-Hersteller sein. Denn eigentlich wachsen die Verkaufszahlen der Geräte mit dem offenen Google-Betriebssystem beständig – wie die Untersuchung zeigt, aber nicht auf Kosten der iOS-Produkte von Apple. Die Android-Gewinne gehen vielmehr zu Lasten von Microsoft, dessen Windows Phone 7 nicht nur bei den Benutzern, sondern auch unter Experten viel Kritik einstecken musste.
