Archiv für November 2009

Vor kurzem habe ich mir ein gebrauchtes Auto gekauft. Ein Ford Kombi sollte es sein, praktisch, günstig, recht genügsam im Benzinverbrauch und dies zu einem sehr verlockenden Preis. Während der Besichtigung beim Händler fiel mir schnell ein kleiner, angeklebter Plastikzettelhalter mit Stift am Armaturenbrett auf. Der Händler erklärte mir, dass das Auto als Erstbesitzer einen älteren Herrn hatte und der nun einmal recht praktisch veranlagt war und immer gern Papier und Stift bei sich hatte. Ich dachte mir dann nichts weiter zu dem Zettelhalter und begab mich auf eine Probefahrt.

Im Onlineshop Autohalterungen.de finden Sie sicher auch für ihr Gerät die richtige Befestigungsmöglichkeit.

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Das Auto war absolut gut zu Fahren und so entschied ich mich es zu kaufen. Von dem bereits sehr günstigen Verhandlungspreis konnte ich noch etwas heraushandeln und fuhr so recht glücklich mit meinem neuen Auto zurück nach Hause. Bei der ersten großen Reinigung des Wagens kam mir der Zettelhalter wieder unter und ich entschloss mich, ihn abzumachen, da ich mich selbst kenne und weiß wie wenig ich Zettel benütze, weil ich Notizen lieber im Handy festhalte. Nachdem ich den Halter abgemacht hatte, war ich richtig erschrocken von dem, was sich darunter verbarg: Zwei große Bohrlocher im Armaturenbrett, wahrscheinlich von einer Handyhalterung. Ich rief wütend den Händler noch einmal an und stellte ihn zur Rede, bis er doch zugab, dass ihm die Löcher bekannt waren und er mir vom Preis noch einmal entgegenkommen wollte. Meine anfängliche Wut war daraufhin verflogen und wenige Tage darauf ließ ich die Löcher in einer Werkstatt wieder fachmännisch verschließen, doch immer noch musste ich darüber nachdenken, wie jemand nur für eine Handyhalterung mutwillig sein Auto zerstören und damit den Wiederverkaufswert derart vermindern kann?

Mein Mobiltelefon hatte noch dazu schon am Tag nach dem Kauf seinen festen Platz im Auto gefunden: Im seiner ohne jegliche Schrauben am Armaturenbrett fixierten Halterung und dort steckt es noch Heute bei jeder Autofahrt ohne mir jemals Probleme bereitet zu haben.

Mit Handyhalterungen sind sie sicher bei der nächsten Polizeikontrolle

Da ich keine eigene Waschmaschine besitze und sich im Haus kein Waschkeller befindet, nutze ich einmal im Monat einen Waschsalon. Wenn sich bei mir wieder einmal genug schmutzige Wäsche angesammelt hat, rufe ich die Besitzerin der Wäscherei, Frau S., an und sie holt meine Wäsche Ab und bringt sie nach einigen Tagen sauber zurück.

An einem Dienstagabend saß ich in meiner Wohnung. Während ich Musik hörte, wartete ich auf Frau S., die mir gegen 19.00 Uhr meine saubere Wäsche zurück bringen wollte. Normalerweise ist die immer freundliche und zuvorkommende Frau S. die Pünktlichkeit in Person, doch an jenem Abend schien sie sich zu verspäten: „Hoffentlich kommt sie bald, denn sonst muss ich meine für heute Abend geplante Verabredung absagen“, dachte ich, griff zu meinem Handy und wählte ungeduldig die Mobilfunknummer von Frau S.

Ein-, zweimal klingelte es, dann ging Sie dran. Frau S. saß noch im Auto, dass konnte ich sofort hören, als sie das Gespräch annahm:
„Hallo?“
„Hallo, hier ist Bungard. Sie wollten mir doch um 19.00 Uhr die Wäsche vorbei bringen. Jetzt ist es schon halb acht. Wo sind Sie denn?“
„Oh, entschuldigen Sie bitte“, entgegnete Frau S. „Ich bin im Geschäft aufgehalten worden. Gleich bin ich bei… Moment mal..“

Es machte klick und das Gespräch war weg. Meine Versuche, Frau S. wieder telefonisch zu erreichen, blieben erfolglos. Dafür klingelte es nach ca. 10 Minuten an meiner Wohnungstür und die Wäschereibesitzerin stand mit meinem Wäschesack vor der Tür:
„Was war denn vorhin los?“, fragte ich neugierig. „Warum haben Sie denn vorhin das Gespräch unterbrochen?“
„Wissen Sie“, sagte Frau S. außer Atem, „Ich bin vorhin in eine Polizeikontrolle geraten, weil ich während der Fahrt mit dem Handy telefoniert habe. Ich hab’ das Ding aber noch rechtzeitig weglegen können.“
„Besitzen Sie denn keine Freisprecheinrichtung?“, wollte ich nun wissen.
„Ach nein, das Handy ist schon so alt, ich brauche einfach ein neues.“
„Dann wünschen Sie sich doch zu Weihnachten von Ihrem Mann ein neues Handy mit Freisprecheinrichtung und dazu am besten gleich noch eine Handyhalterung.
„Ja, das ist eine gute Idee! Aber warum sollte ich mir denn zu dem Handy noch eine Halterung wünschen?“, fragte Frau S. erstaunt.
„Na, das ist doch klar: Damit die Wäsche immer sicher ankommt und Sie beim Autofahren die Hände am Lenkrad lassen, wenn Sie während der Fahrt telefonieren. Dann brauchen Sie auch keine Angst mehr vor Polizeikontrollen zu haben“

Verlegend lachend, drückte mir Frau S. den Wäschesack in die Hand und verabschiedete sich von mir. Ob sie am Heiligen Abend zur Bescherung tatsächlich ein Handy mit Freisprecheinrichtung unterm Weihnachtsbaum findet, werde ich wohl erst erfahren, wenn ich  ich sie im kommenden Jahr das nächste Mal anrufe und sie darum bitte, einen mit schmutziger Wäsche prall gefüllten Sack abzuholen.

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