Archiv für Juli 2010
Die Polizei in Russlands zweitgrößter Stadt St. Petersburg hat rund 240 Kilogramm gefälschte Handys beschlagnahmt. Das teilte ein Polizeisprecher am Dienstag in der Stadt an der Newa mit. Der Zugriff der Polizei sei am Flughafen Pulkowo vorgenommen worden, hieß es weiter. Bei der Operation im internationalen Flughafen Pulkowo am vergangenen Wochenende sei eine Ladung entdeckt worden, die in den Begleitpapieren als “Ausrüstungen” markiert worden sei. Bei einer Probekontrolle wurden dann mehr als 700 Mobiltelefone, Ladegeräte, SIM-Karten und Ersatz-Akkus sichergestellt.
Bei den Mobiltelefonen handelt es sich um Geräte von Nokia sowie Apples Iphone. Der Wert der Schmugglerware, die für Moskau bestimmt war, konnte indes noch nicht bestimmt werden. Die Polizei leitete sofort ein Ermittlungsverfahren ein.
Der positive Trend zur digitalen Unterhaltungselektronik hält an. Das geht aus neuen Zahlen hervor, die das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden vorlegte. So hat sich die Anzahl von Handys in privaten Haushalten seit 2005 um 11% gesteigert. Während Anfang 2005 mit 76% drei Viertel der Haushalte Handys besaßen, klingelte Anfang 2009 in 87% der privaten Haushalte ein Handy.
Neben Handys nimmt auch die Ausstattung mit Mobilrechnern in den Privathaushalten immer mehr zu, während die Verbreitung von Desktops in den vergangenen Jahren stagniert. Demnach verfügten zu Beginn des vergangenen Jahres 40% der Haushalte über ein Notebook oder einen vergleichbaren Rechner, Anfang 2005 waren das nur 17%. Die Verbreitung stationärer PCs liegt dagegen seit Anfang 2005 nahezu unverändert bei 63%. Knapp 73% der Haushalte sind mit einem Internetanschluss ausgestattet.
Navigationssysteme gab es Anfang 2009 in 27% der Haushalte (2005: 4%). Während in 64 Prozent der privaten Haushalte mit einer Digitalkamera fotografiert wurde, war vier Jahre zuvor erst ein Drittel der Haushalte entsprechend gerüstet.
Aktuellere Zahlen legte das Statistische Bundesamt nicht vor. Grundlage der Statistik ist die Auswertung der sogenannten laufenden Wirtschaftsrechnungen. Dafür machen ausgewählte Privathaushalte Angaben über ihre Einnahmen und Ausgaben sowie weitere Merkmale wie Vermögen und Wohnsituation. Die Statistiker errechnet daraus unter anderem Daten zur Einkommenssituation und zum Konsum der Gesamtbevölkerung. Haushalte von Selbstständigen und Landwirten sind in den genannten Zahlen nicht berücksichtigt.
Statistiker reiben sich schon fleißig die Hände, denn der Android-Marketplace steht kurz vor einem Jubiläum. Knapp 100.000 Apps wurden bis zum heutigen Tag von Entwicklern eingestellt, eine beträchtliche Zahl, wenn man sich den Verlauf anschaut. Die Seite androidlib.com hat eine Statistik nach Apps zusammengestellt, wonach der Anteil an Apps für Android-Smartphones seit 2010 ordentlich in die Höhe geschnellt ist. Im vergangenen Jahr kam man zu Jahresmitte auf knapp 6.000 Apps, heute sind es 91.000, was fünfzehn Mal soviel ist. Alleine im letzten Monaten seien 15.000 Apps hinzugekommen, von denen knapp 62 Prozent kostenlos sind. Der App-Markt für die Android-Plattform ist somit in den vergangenen 12 Monaten um 1500 Prozent gewachsen.
Der AppStore von Apple kann dagegen nur alt aussehen, denn dort gab es gerade einmal eine Vervierfachung im selben Zeitraum (von 55.000 auf 225.000 Apps). Das passt zu den Absatzzahlen und Marktanteilen – Android hielt im ersten Quartal 2009 nur einen Anteil von 1,6 Prozent des Smartphone-Marktes, während das iPhone 10,5 Prozent für sich verzeichnete. Im ersten Quartal 2010 hat Android um den Faktor 6 auf 9,6 Prozent zugelegt, das iPhone nur um rund 50 Prozent auf 15,4 Prozent.
Ein Handy mit dem bloßen Auge steuern, geht das tatsächlich oder doch nur Science-Fiction? US-Wissenschaftler haben eine Software entwickelt, mit der genau dies möglich ist. Möglich machts die Software “EyePhone”, entwickelt von der “Mobile Sensing Group” am Dartmouth College in Hanover/New Hampshire.
Wichtigstes Utensil für “EyePhone” ist eine integrierte Handy-Kamera. Sie erfasst Augenbewegungen sowie das Zwinkern des Nutzers und setzt sie in entsprechende Befehle um. Problem: anders als etwa PC-Anwender sitzen Handy-Anwender nicht still vor einer fest installierten Kamera. Außerdem kann sich die Hintergrundbeleuchtung ständig ändern. Die “EyePhone”-Entwickler mussten deshalb spezielle Algorithmen programmieren, damit die Software sauber zwischen den Anwender-Gesten und anderen Bewegungen unterscheiden kann. Auch wichtig: damit die Software nicht jedes Augenzwinkern als Befehl interpretiert, lernt sie im Laufe der Zeit, zwischen absichtlichem und natürlichem Zwinkern zu unterscheiden.
Mittlerweile erreicht der Prototyp eine Genauigkeit von 60-80%. Verbesserte Algorithmen sollen die Erkennung noch weiter verbessern. Für die Zukunft gibt es bereits weitergehende Pläne. So soll die “EyePhone” auch einmal dazu dienen, Autofahrer vor dem Einschlafen am Steuer zu bewahren. Derartige Warnsysteme gibt es zwar schon, sie finden sich bisher aber nur in teuren Luxusfahrzeugen. Mit “EyePhone” und einem erschwinglichen Mobiltelefon inkl. Handyhalterung ließe sich die nützliche Fahrhilfe für wenig Geld – und ohne umständliche Installation – dagegen auch in Kleinwagen einsetzen, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen.
Die Sommerferien in den ersten Bundesländern haben begonnen. Verreist man ins europäische Ausland, sollte man während der Fahrt nicht mit dem Handy am Ohr telefonieren, wenn man nicht einen Teil der Urlaubskasse risikieren will, darauf weist der Hightech-Verband Bitkom hin. In Deutschland ist es ab dem Starten des Motors verboten, das Handy in die Hand zu nehmen. Nicht nur Telefonieren mit dem Gerät am Ohr ist tabu, auch das Lesen oder Schreiben von SMS und Surfen im mobilen Internet – auch wenn die Deutschen das Handyverbot häufig ignorieren. Vergleichbare Regelungen gibt es in anderen europäischen Ländern.
Mit 40 Euro Bussgeld kommen die Deutschen jedcoh sehr glimpflich davon, wenn sie am Steuer zum Handy greifen, allerdings gibt es mittlerweile ein Punkt in Flensburg obendrein. In vielen beliebten Reiseländern ist das telefonieren mit dem Handy aber wesentlich teurer. In Italien fallen zwischen 155 bis zu 594 Euro an. Auch in den Niederlanden, Portugal und Ungarn gibt es saftige dreistellige Bußgelder. Weniger streng als in Deutschland wird die Handy-Nutzung am Steuer nur in Frankreich und einzelnen osteuropäischen Ländern geahndet.
Der Grund für das europaweite Verbot ist einfach: Der Fahrer wird in jedem Fall abgelenkt. Nur das Umräumen des Handys im Auto ist theoretisch zulässig, zieht als Ausrede bei der Polizei aber nur selten. Anders als in Deutschland sind die Bußgelder in vielen Ländern nicht genau festgelegt, dort nutzt die Polizei je nach Situation einen Ermessensspielraum.
Deshalb sollte nur mit Freisprecheinrichtungen oder Headsets telefoniert werden, wenn es denn überhaupt nötig ist. Allerdings sind nicht alle Lösungen überall im Ausland als Freisprech-Lösungen im Straßenverkehr anerkannt. Das Angebot an Freisprecheinrichtungen wiederum ist groß und der Autofahrer hat die Wahl zwischen mobilen Plug&Play-Lösungen oder einem festen Einbau.
Halterungen aller Art für Handys, PDAs und andere Geräte finden Sie wie gewohnt in unserem Online-Shop. Damit können Sie ungestört in den Urlaub fahren und müssen nicht auf Ihr Handy verzichten.
