Archiv für August 2010
Die Stiftung Warentest hat Smartphones getestet. Weder das Apple iPhone noch HTC stellen nach Meinung der Tester das empfehlenswerteste Handy her, sondern Nokia. Getestet wurden 19 aktuelle Mobiltelefone verschiedener Hersteller. Sieger waren das Nokia X6 und das Nokia 5230, beide mit der Note 2,2. Das iPhone 4 landete laut test.de mit der Note 2,3 knapp dahinter und musste sich diese Position mit zwei Modellen von BlackBerry teilen. Die wichtigsten Kriterien des Tests waren der Internetzugang, GPS-Navigation und Mailfunktion.
So hätte das Apple-Handy Schwächen beim Empfang, außerdem stören sich die Experten an der festen Bindung an die Apple-Software iTunes. Das Smartphone verhalte sich “zickig” und wenn man es in einer bestimmten Weise hält, verliert es bis zu 90% des Empfangs. Der Testsieger von Nokia konnte hier überzeugen und erhielt die Note 2,0. Nur eine befriedigende Note erhielt das iPhone 4 für seine Telefonfunktion.
Den Nokia-Geräten bescheinigten die Tester ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, auch überzeugten sie mit gutem Klang und einer leistungsstarken Kamera. Im Duell der Nokia-Handys setzte sich dabei das Nokia X6 16GB gegen das Nokia 5230 durch. Die Sprachqualität und Bedienung bewerten die Tester mit “gut”. Auch bei der Akkulaufzeit erreichten die Nokia-Geräte gute Werte.
Ungewöhnlich ist die Note für die Bedienung des iPhones: 3,0 gaben die Tester dem beliebten Touchscreen-Smartphone für das Handling, während das X6 2,1 erhielt. Des Weiteren bemängelten die Tester, dass man das iPhone zunächst im iTunes Store registrieren und regelmäßig synchronisieren muss und gaben ebenfalls 3,0 in der Kategorie “Gebrauchsanleitung und Inbetriebnahme”.
Zusammenfassebnd kann man feststellen, dass das Ergebnis des Tests überraschte. Offenbar sind die beiden Mobiltelefone eine preiswerte Alternative zum teuren iPhone 4.
Seit einiger Zeit kursiert ein Gerät namens Microsoft Menlo im Internet. Dabei handelt es sich aber wohl nicht um einen Smartphone-Prototypen für den Allgemeingebrauch, sondern kommt viel mehr bei der Entwicklung neuer Navigationssoftware zum Einsatz.
Die Forschungsabteilung des Unternehmens, Microsoft Research, veröffentlichte kürzlich weitere Informationen: Microsoft Menlo kommt mit einem 4,1 Zoll Display daher, auf dem derzeit Windows Embedded CE 6.0 R2 läuft. Besondere Innovation sind die zwei installierten Elemente von Bosch. Bei ihnen handelt es sich um einen Drei-Achsen-Beschleunigungssensor und um ein Barometer, das Höhenunterschiede erkennen kann.
Sinn dieser Vorrichtungen ist die Erforschung eines neuartigen Navigationssystems für Fußgänger. Das Programm berechnet dabei die aktuellen Positionsdaten aus den Aktivitäten des Benutzers, und ermittelt so die Entfernung zu einem bestimmten Ausgangspunkt – kurz: es kann ein Fußweg aufgezeichnet und später Schritt für Schritt in umgekehrter Richtung nachvollzogen werden. Dieses Prinzip ermöglicht den Einsatz der Navigation innerhalb von Gebäuden oder erleichtert die Suche nach dem Auto im Parkhaus, was durch Signalstörungen mit GPS-Geräten bislang unmöglich gewesen ist.
Diese Meldung ist eine große Überraschung, denn noch vor wenigen Wochen wurde vermutet, Microsoft würde sich nach der Niederlage mit der Kin-Serie komplett aus der Smartphone-Herstellung zurückziehen und vollends auf das Kerngeschäft konzentrieren.

