Artikel-Schlagworte: „Autohalterung“
Das Handy am Steuer ist trotz zum Teil hoher Strafen noch immer eine große Gefahr im Straßenverkehr. So sind in den USA fast eintausend Verkehrsteilnehmer im vergangenen Jahr bei Unfällen gestorben, bei denen die Fahrer durch ihre Handys abgelenkt waren. Rund 24.000 wurden außerdem durch die Nutzung eines Mobiltelefons am Steuer verletzt. Dies geht aus einem Bericht hervor, den die amerikanische Behörde für Transportwesen (Transportation Department) veröffentlicht hat. Die Gesamtzahl der Verkehrstoten lag im Jahr 2009 bei 5474 Menschen, demnach sind 18,2 Prozent der Verkehrstoten auf die Handynutzung am Steuer zurückzuführen.
In den USA haben bereits 30 Bundesstaaten das Schreiben von Kurznachrichten mit dem Handy am Steuer verboten, in acht davon ist die Nutzung von Handys beim Autofahren generell untersagt. In Deutschland ist das Telefonieren im Auto ebenso wie das Lesen oder Schreiben von Kurzmitteilungen verboten. Nur mit einem Headset oder einer Freisprecheinrichtung darf man hierzulande telefonieren. Autofahrer, die in Deutschland ohne Headset telefonieren, müssen ein Bußgeld von rund 40 Euro zahlen. Dazu erhält der Autofahrer einen Punkt in Flensburg. Die richtige Autohalterung fürs Handy ist daher sehr zu empfehlen.
In anderen europäischen Ländern kann es hingegen richtig teuer werden. Spitzenreiter ist hierbei Italien. Unerlaubtes Telefonieren im Auto kostet in Bella Italia laut dem Hightech-Verband Bitkom zwischen 155 und 594 Euro. Hoch fallen die Bußgelder auch in den Niederlanden, Portugal und Ungarn aus, so dass schon mal dreistellige Summen fällig werden. Weniger streng als in Deutschland wird die Handy-Nutzung am Steuer nur in Frankreich und einzelnen osteuropäischen Staaten geahndet.

Mit Handyhalterungen sind sie sicher bei der nächsten Polizeikontrolle
Da ich keine eigene Waschmaschine besitze und sich im Haus kein Waschkeller befindet, nutze ich einmal im Monat einen Waschsalon. Wenn sich bei mir wieder einmal genug schmutzige Wäsche angesammelt hat, rufe ich die Besitzerin der Wäscherei, Frau S., an und sie holt meine Wäsche Ab und bringt sie nach einigen Tagen sauber zurück.
An einem Dienstagabend saß ich in meiner Wohnung. Während ich Musik hörte, wartete ich auf Frau S., die mir gegen 19.00 Uhr meine saubere Wäsche zurück bringen wollte. Normalerweise ist die immer freundliche und zuvorkommende Frau S. die Pünktlichkeit in Person, doch an jenem Abend schien sie sich zu verspäten: „Hoffentlich kommt sie bald, denn sonst muss ich meine für heute Abend geplante Verabredung absagen“, dachte ich, griff zu meinem Handy und wählte ungeduldig die Mobilfunknummer von Frau S.
Ein-, zweimal klingelte es, dann ging Sie dran. Frau S. saß noch im Auto, dass konnte ich sofort hören, als sie das Gespräch annahm:
„Hallo?“
„Hallo, hier ist Bungard. Sie wollten mir doch um 19.00 Uhr die Wäsche vorbei bringen. Jetzt ist es schon halb acht. Wo sind Sie denn?“
„Oh, entschuldigen Sie bitte“, entgegnete Frau S. „Ich bin im Geschäft aufgehalten worden. Gleich bin ich bei… Moment mal..“
Es machte klick und das Gespräch war weg. Meine Versuche, Frau S. wieder telefonisch zu erreichen, blieben erfolglos. Dafür klingelte es nach ca. 10 Minuten an meiner Wohnungstür und die Wäschereibesitzerin stand mit meinem Wäschesack vor der Tür:
„Was war denn vorhin los?“, fragte ich neugierig. „Warum haben Sie denn vorhin das Gespräch unterbrochen?“
„Wissen Sie“, sagte Frau S. außer Atem, „Ich bin vorhin in eine Polizeikontrolle geraten, weil ich während der Fahrt mit dem Handy telefoniert habe. Ich hab’ das Ding aber noch rechtzeitig weglegen können.“
„Besitzen Sie denn keine Freisprecheinrichtung?“, wollte ich nun wissen.
„Ach nein, das Handy ist schon so alt, ich brauche einfach ein neues.“
„Dann wünschen Sie sich doch zu Weihnachten von Ihrem Mann ein neues Handy mit Freisprecheinrichtung und dazu am besten gleich noch eine Handyhalterung.
„Ja, das ist eine gute Idee! Aber warum sollte ich mir denn zu dem Handy noch eine Halterung wünschen?“, fragte Frau S. erstaunt.
„Na, das ist doch klar: Damit die Wäsche immer sicher ankommt und Sie beim Autofahren die Hände am Lenkrad lassen, wenn Sie während der Fahrt telefonieren. Dann brauchen Sie auch keine Angst mehr vor Polizeikontrollen zu haben“
Verlegend lachend, drückte mir Frau S. den Wäschesack in die Hand und verabschiedete sich von mir. Ob sie am Heiligen Abend zur Bescherung tatsächlich ein Handy mit Freisprecheinrichtung unterm Weihnachtsbaum findet, werde ich wohl erst erfahren, wenn ich ich sie im kommenden Jahr das nächste Mal anrufe und sie darum bitte, einen mit schmutziger Wäsche prall gefüllten Sack abzuholen.
