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Es gibt Grund zur Freude für Fans des Blackberry-Herstellers Research In Motion – RIM wird in diesem Jahr mindestens drei neue Modelle auf den Markt bringen. Das sind neben dem Torch 2 auch zwei Geräte mit den Namen Apollo und Dakota.
Besitzer der ersten Version des Torch werden wissen, dass dies das Flagschiff der Kanadier war. Gleiches gilt für das Torch 2. Zu seiner Ausstattung werden neben dem bekannten 3,2-Zoll-Touchscreen mit 640×480 Bildpunkten und einer Volltastatur, auch ein Grafik-Chip und eine entscheidende Neuerung gehören. Nach laut gewordener Kritik an der Verarbeitungsgeschwindigkeit des Torch besitzt das Torch 2 nun einen 1,2 GHz-Prozessor. Das entspricht in etwa der doppelten Taktgeschwindigkeit des Vorgängers. Dem Torch 2 werden 512 MB Arbeitsspeicher, GPS, Bluetooth 2.1, 8 Gigabyte Speicherplatz und eine bis zu 14,4 MB pro Sekunde starke HSDPA-Verbindung zur Verfügung stehen. Seine Kamera fängt bis zu 5,0 Megapixel ein.
Dem Apollo stehen größtenteils die Features des Torch 2 zur Verfügung. Unterschiede bestehen im Nichtvorhandensein eines Touchscreens, einer reduzierten Auflösung von 480×360 Pixeln, der maximal 7,2 MB pro Sekunde liefernden HSPA-Verbindung und einem nur 0,8 GHz verarbeitenden Prozessor. Apollo gehört in die Blackberry Curve-Linie, was sich in einer erstaunlich niedrigen Höhe von 11 Millimetern äußert.
Das Dakota hingegen ist der Blackberry Bold-Serie zuzuordnen. Sein Display wird ein 2,8 Zoll großer Touchscreen mit einer Auflösung von 640×480 Pixel Auflösung sein. Es bietet neben der obligatorischen WLAN-Fähigkeit, Bluetooth, UMTS, GSM, 4 GB Festspeicher, 768 MB Arbeitsspeicher und ist wie das Torch 2 mit einer 5,0-Megapixel Kamera ausgestattet. Das Dakota kann auch als 3G-Hotspot genutzt werden.
Bisher ist für keines der Geräte ein konkretes Veröffentlichungsdatum bekannt geworden, weder für den amerikanischen, noch für den europäischen Markt. Hingegen ist verlautet worden, dass alle drei mit dem Android-Betriebssystem in der Version 6.1 laufen werden.
Seit die vierte Version des iPhones in den Läden steht und die Nachfrage nach den Geräten ungebrochen ist, fällt es RIM mit seinen Blackberrys immer schwerer, Schritt zu halten. Zwar profitierte auch „Research In Motion“ vom Boom der Smartphones, jedoch nicht annähernd so umfangreich wie zuvor gedacht. So schnitt das Unternehmen im ersten Quartal zwar deutlich besser ab als im Vorjahreszeitraum, jedoch mehren sich die Sorgen, dass Apple bald überholen könnte. Der Umsatz von RIM stieg um 24 Prozent, der Gewinn nahm um 20 Prozent zu. Konzernchef Jim Balsillie versprach weiteres Wachstum mittels einer Reihe neuer Geräte – Einzelheiten nannte er jedoch keine.
Blackberrys sind wegen ihrer Tastatur besonders bei Geschäftskunden beliebt, die jobbedingt viele E-Mails schreiben. Im ersten Quartal wurden 11,2 Millionen Geräte verkauft – nur Nokia bringt mehr Smartphones unters Volk. Doch Apple wächst deutlich schneller als die beiden Rivalen. Zuletzt verdoppelten sich die iPhone-Verkäufe gar.
Nachdem die mittlerweile vierte iPhone-Version in die Läden kam, war sie sogleich ausverkauft. Selbst technische Schwierigkeiten, konnten das gute Gesamtbild nicht trüben. Die Kalifornier verstehen es wie kein zweites Unternehmen, ihre Fans und Käufer zu mobilisieren. Erst im Jahr 2007 war Apple in den Smartphone-Markt eingestiegen – zu einem Zeitpunkt, als RIM schon eine feste Größe war.
Experten schätzen, dass in einigen Jahren mehr Smartphones als herkömmliche Handys verkauft werden. Den Möglichkeiten dieser Geräte sind dank kleiner Zusatzprogramme (Apps) kaum Grenzen gesetzt. So kann das Handy mit eingebautem GPS-Empfänger beispielsweise auch als Navigationsgerät fungieren.
RIM versuchte, seine Anleger mit einem Aktienrückkauf zu besänftigen, das Unterfangen floppte jedoch. Bereits in der jüngeren Vergangenheit hatte RIM mit einem im Vergleich zur Konkurrenz schwachen Wachstum enttäuscht. Derzeit nutzen rund 46 Millionen Menschen den Blackberry-Dienst, um ihre E-Mails unterwegs abzurufen. Das sind 4,9 Millionen mehr als noch vor drei Monaten.
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