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Dass jemand, der während der Fahrt eine Hand am Steuer hat und in der anderen sein Handy hält und damit fleißig telefoniert, bei einer Polizeikontrolle die Zahlung eines Bußgelds riskiert, ist hinlänglich bekannt.
Nun könnte man glauben, die Nutzung des Handys als Navigationsgerät würde einen Autofahrer vor einem Bußgeld schützen, doch weit gefehlt: Im Sommer 2009 musste dies ein Mann erfahren, der in eine Polizeikontrolle geraten war und sozusagen auf frischer Tat bei der Handynutzung ohne eine im Fahrzeug angebrachte Handyhalterung ertappt wurde. Er gab zu Protokoll, er habe nicht die Telefonfunktion des Geräts genutzt, sondern habe das Handy während der Fahrt als Navi verwendet.
Der Mann musste 70 Euro Bußgeld zahlen und verlor den Rechtsstreit vor dem Oberlandesgericht Köln (Aktenzeichen: 81 Ss-OWi 49/08).
Ganz gleich, ob Sie also das Handy zum Telefonieren oder Navigieren nutzen wollen, mit einer Handyhalterung sind Sie immer auf der sicheren Seite.

Mit Handyhalterungen sind sie sicher bei der nächsten Polizeikontrolle
Da ich keine eigene Waschmaschine besitze und sich im Haus kein Waschkeller befindet, nutze ich einmal im Monat einen Waschsalon. Wenn sich bei mir wieder einmal genug schmutzige Wäsche angesammelt hat, rufe ich die Besitzerin der Wäscherei, Frau S., an und sie holt meine Wäsche Ab und bringt sie nach einigen Tagen sauber zurück.
An einem Dienstagabend saß ich in meiner Wohnung. Während ich Musik hörte, wartete ich auf Frau S., die mir gegen 19.00 Uhr meine saubere Wäsche zurück bringen wollte. Normalerweise ist die immer freundliche und zuvorkommende Frau S. die Pünktlichkeit in Person, doch an jenem Abend schien sie sich zu verspäten: „Hoffentlich kommt sie bald, denn sonst muss ich meine für heute Abend geplante Verabredung absagen“, dachte ich, griff zu meinem Handy und wählte ungeduldig die Mobilfunknummer von Frau S.
Ein-, zweimal klingelte es, dann ging Sie dran. Frau S. saß noch im Auto, dass konnte ich sofort hören, als sie das Gespräch annahm:
„Hallo?“
„Hallo, hier ist Bungard. Sie wollten mir doch um 19.00 Uhr die Wäsche vorbei bringen. Jetzt ist es schon halb acht. Wo sind Sie denn?“
„Oh, entschuldigen Sie bitte“, entgegnete Frau S. „Ich bin im Geschäft aufgehalten worden. Gleich bin ich bei… Moment mal..“
Es machte klick und das Gespräch war weg. Meine Versuche, Frau S. wieder telefonisch zu erreichen, blieben erfolglos. Dafür klingelte es nach ca. 10 Minuten an meiner Wohnungstür und die Wäschereibesitzerin stand mit meinem Wäschesack vor der Tür:
„Was war denn vorhin los?“, fragte ich neugierig. „Warum haben Sie denn vorhin das Gespräch unterbrochen?“
„Wissen Sie“, sagte Frau S. außer Atem, „Ich bin vorhin in eine Polizeikontrolle geraten, weil ich während der Fahrt mit dem Handy telefoniert habe. Ich hab’ das Ding aber noch rechtzeitig weglegen können.“
„Besitzen Sie denn keine Freisprecheinrichtung?“, wollte ich nun wissen.
„Ach nein, das Handy ist schon so alt, ich brauche einfach ein neues.“
„Dann wünschen Sie sich doch zu Weihnachten von Ihrem Mann ein neues Handy mit Freisprecheinrichtung und dazu am besten gleich noch eine Handyhalterung.
„Ja, das ist eine gute Idee! Aber warum sollte ich mir denn zu dem Handy noch eine Halterung wünschen?“, fragte Frau S. erstaunt.
„Na, das ist doch klar: Damit die Wäsche immer sicher ankommt und Sie beim Autofahren die Hände am Lenkrad lassen, wenn Sie während der Fahrt telefonieren. Dann brauchen Sie auch keine Angst mehr vor Polizeikontrollen zu haben“
Verlegend lachend, drückte mir Frau S. den Wäschesack in die Hand und verabschiedete sich von mir. Ob sie am Heiligen Abend zur Bescherung tatsächlich ein Handy mit Freisprecheinrichtung unterm Weihnachtsbaum findet, werde ich wohl erst erfahren, wenn ich ich sie im kommenden Jahr das nächste Mal anrufe und sie darum bitte, einen mit schmutziger Wäsche prall gefüllten Sack abzuholen.

